Du musst Dich nicht ändern, Du bist schon perfekt!

Als ich mich vor einiger Zeit so richtig schlecht fühlte und ich das Gefühl hatte, trotz allen Therapien wieder am Anfang zu stehen, las ich einen Satz, der mich tief berührte und mir Mut machte:

Du bist genau so wie Du bist perfekt und musst nichts unternehmen. Alles was Du brauchst, findest Du in Dir selber.

Fühle mal nach, wie diese Botschaft auf Dich wirkt. Was wäre, wenn wir die ganzen Selbsthilfebücher, Therapien, Medikamente,  Mach mit und finde Dein Glück in 21 Tagen etc. gar nicht brauchen würden, da wir bereits vollkommen sind und dies nur erkennen müssen???

Mir hat dieser Gedanke damals sehr viel Kraft gegeben. Bitte nicht falsch verstehen, das war nur eine theoretische Frage. Auch ich nutze noch heute viele „Mutmacher-Angebote“.

Ich war einfach erstaunt, dass alleine die Vorstellung,  schon vollkommen in Ordnung zu sein und dass es nichts zu tun gibt, so eine enorme und nachhaltige Wirkung auf mich haben kann. Das Gegenteil davon erlebte ich vor 10 Jahren, als mir meine Therapeutin die Diagnose Burnout mit Angststörung und Depression offenbarte. Das war wie ein Hammer und ich fühlte mich von einer Sekunde auf die Andere hoffnungslos krank.

Meine Seele weiss ganz genau, dass ich vollkommen bin, nur mein Ego hält diese Vorstellung für viel zu einfach.

Einfach so abstellen, lässt sich der Verstand leider nicht. Man kann ihn zwar eine Zeit lang ignorieren, aber dadurch wird es nur noch schlimmer. Wer den Sorgen, Ängsten und Zweifel durch Verdrängen entkommen möchte, macht die Erfahrung, dass der innere Druck dadurch anwächst.

Der Verstand oder das Ego ist ein Teil von uns, der auch einfach nur wahrgenommen und angenommen werden möchte.

Man muss dabei nicht alles für bare Münzen nehmen. Einfach nur hinhören und fühlen, und schon sind wir wieder in unserem Innersten und identifizieren uns nicht mehr mit unserem Verstand. Wir sind viel mehr, als sich der Verstand vorstellen kann.

DU BIST PERFEKT!

  • Schenke Dir Liebe
  • Schenke Dir Geduld
  • Schenke Dir Zeit

Alles, was wir brauchen,
ist tief in uns verborgen und wartet darauf,
sich zu entfalten.
Wir müssen nichts tun,
außer still werden und uns Zeit nehmen,
um nach dem zu suchen,
was wir in uns tragen.

– Eileen Caddy –

Arbeiten trotz Angst?

Arbeiten trotz Angststörung? Habt Ihr Euch diese Frage auch schon gestellt?

Gerne erzähle ich Euch meine persönliche Geschichte dazu:

Vor. ca. 10 Jahren arbeitete ich Teilzeit in einem Büro und war als Mutter eines Babys, Tochter eines Demenzkranken Vaters und mit einer nicht ganz einfachen Vorgeschichte aus der Kindheit plötzlich mit allem überfordert.

Der Arzt diagnostizierte mir ein Burnout mit Angststörung und Depression. Ich, die Perfektionistin, die früher überall gute Arbeit leistete, bekam nichts mehr auf die Reihe und konnte schlussendlich aufgrund der vielen Angst und schlaflosen Nächte nicht mal mehr die Rechnungen richtig sortieren. Die daraus resultierende Kündigung war dann einerseits ein tiefer Schlag für mein Selbstbewusstsein und andererseits eine grosse Erleichterung.

Die Angst blieb trotz Therapie weiter bestehen und ich stellte mir die Frage, welche beruflichen Perspektiven ich in diesem Zustand noch habe. Die Angst mich wieder anstellen zu lassen war riesig, da ich es privat ja gerade noch knapp in den Supermarkt schaffte.

Immer öfters begann ich, mir Kleider, Geschenke etc. online zu bestellen und so kam mir die Idee einen Onlineshop zu gründen. Ich recherchierte nach einer Marktnische, für die ich mich begeistern konnte und wurde fündig. Meine Euphorie und Motivation war grenzenlos und half mir stark mit meiner Angst. Ich war abgelenkt und auf mein Geschäft fokussiert. Zu diesem Zeitpunkt gab es nur ein paar wenige Mitbewerber und der Erfolg stellte sich unerwarteterweise schnell ein. Bald war die Nachfrage so gross, dass ich das Geschäft hätte ausbauen müssen. Meine Angst stand mir da aber im Wege. Ich konnte mir nicht vorstellen, die Verantwortung für Angestellte zu übernehmen und Reisen ins Ausland zu tätigen. Nach 6 Jahren bekam ich dann ein gutes Angebot und verkaufte meinen Shop mit einem tränenden und einem lachenden Auge an ein grosses Unternehmen.

Endlich hatte ich die Gelegenheit mich von den intensiven Jahren zu erholen und die Ruhe zu geniessen. Das war jedoch einfacher gesagt als getan, ich hatte wieder zuviel Zeit zum Grübeln und dementsprechend stieg auch mein Angstpegel wieder an. Zusätzlich plagte mich das schlechte Gewissen, keinen Job zu haben. Ich hatte den Zugang zu mir selber einfach noch nicht gefunden und war absolut „kopfgesteuert“.

Schon 1 Woche nach der Übergabe meines Geschäfts suchte ich nach einer neuen Geschäftsidee. Bei einem Kaffeetratsch erzählte ich dies einer Freundin und sie fragte mich, was denn mein Berufswunsch als Mädchen war.  Bingo, das war es, einen Monat später startete ich mein neues Business als Tier- und Homesitterin.

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Während der letzten 2 Jahren Arbeit mit vielen verschiedenen Tieren, vielen lieben Kunden und ganz viel Zeit draussen in der Natur fand ich endlich zu mir selber und lernte meine Angst als Freund anzunehmen und das Leben zu geniessen.

Ich kann mir keinen besseren und erfüllenderen Job vorstellen für mich. Wenn es mal einen Tag gibt, an dem ich nicht die Möglichkeit habe, mit den Hunden draussen zu sein, bemerke ich am Abend eine Unruhe. Die Spaziergänge sind für mich so wichtig wie die Luft zum Atmen. Ich schätze die verschiedenen Jahreszeiten so sehr und so wird es nie langweilig. Die Natur zeigt sich stehts in einem neuen Gewand und auch das Wetter zeigt sich immer wieder von einer anderen Seite.

Ich liebe die Sonne genauso wie den Regen, den Wind und den Nebel.

Ich bin so  dankbar für alles, was mir widerfahren ist. Endlich weiss ich, was mir gut tut und was nicht.

p.s. während der letzten Jahre, gab es etliche Tage, an denen ich mit dem Gefühl „Ich schaffe es nicht“ aufgestanden bin. Aber zum Glück ist das nur das Kopfkino, DU SCHAFFST ES IMMER!!!

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