Öffne dein Herz für Dich…

Zu jedem Menschen gehören immer zwei Seiten. Er ist mutig und feige, ehrlich und unehrlich, laut und leise, selbstbewusst und scheu, gut und böse, stark und schwach. Auch in Dir sind beide Seiten vorhanden, auch wenn Du nur die eine Seite magst. Öffne dein Herz für das bisher Abgelehnte und sage: Ich bin das eine und ich darf auch das andere sein.

Robert Betz

Heute möchte ich euch gerne meine Geschichte erzählen, wie ich es geschafft habe, mein Herz zu öffnen und wie ich den Zugang zu meinem inneren Kind gefunden habe.

Während meines Burnout’s kam ich zum ersten Mal mit einem Heiler in Kontakt. Zu diesem Zeitpunkt war die Verzweiflung so gross, dass ich mich an jedem Strohhalm versuchte festzuhalten. Eine Kollegin erzählte mir damals von ihrer positiven Erfahrung mit einem bekannten spirituellen Heiler. Vor meiner Erkrankung hätte ich sie wahrscheinlich ausgelacht. Ich glaubte an nichts, was nicht wissenschaftlich belegt worden ist und hielt die esoterische Szene für absoluten Schwachsinn. Ausserdem glaubte ich auch nicht mehr an eine höhere Kraft oder an etwas göttliches, nur noch an die „Götter in Weiss“, denen ich dafür ordentlich Umsatz bescherte. Mit meinen ganzen Kenntnissen aus Google und Co. hätte ich wahrscheinlich selber auch beinahe als Arzt durchgehen können;-)

Wie gesagt, ich war hoffnungslos und machte nach langem Zögern dann doch einen Termin aus. Da ich damals so einen starken Schwindel hatte, begleitete mich mein lieber Mann nach Basel. Ohne irgendwelche Erwartungen betrat ich den freundlichen und lichtdurchfluteten Behandlungsraum mit einem schönen Holzboden. Mein Herz schlug bis zum Hals und ich fröstelte.

Der Heiler konnte mich sehr schnell mit seiner liebevollen und väterlichen Persönlichkeit beruhigen und ich fühlte mich geborgen. Ich spürte die Energie, die aus seinen Händen strömte und fiel bald in eine Art Hypnose oder Halbschlaf. Zum ersten Mal kam ich damals mit meinem inneren Kind bewusst in Kontakt, mit der traurigen kleinen Sarah.

Nach der Sitzung erwartete mich mein Mann unten beim Ausgang. Was dann passierte, grenzt für mich an ein Wunder. Als ich die geschäftige und überfüllte Strasse betrat, konnte ich seit langem wieder alle Farben intensiv wahrnehmen, ich fühlte mich wohl zwischen all den Menschen und auch der Schwindel war verschwunden. Sogar der anschliessende Besuch beim Burger King verlief ohne Panikattacke:-) Ich war einfach nur überglücklich….

Dieser Zustand hielt dann einige Monate, bevor es zu einem Rückfall kam. Ich hatte einfach noch kein Vertrauen in mich selber. So schlimm wie zuvor wurde es jedoch nie mehr und was blieb, war die Erkenntnis, wie wichtig es ist, sein inneres Kind zu beachten, es zu lieben und ganz viel Geduld mit ihm zu haben.

Wenn immer ich ängstlich bin, mich unwohl oder mutlos fühle, setze ich mich an einen ruhigen Ort und höre mir die Sorgen der kleinen Sarah an und versuche sie zu trösten. Ein paar Minuten später fühle ich, wie die Anspannung abfällt und ich wieder in meine Mitte komme. Das gibt mir Vertrauen und macht vieles leichter.

Das war vor ca. 10 Jahren, heute arbeiten viele Therapeuten und Coaches mit dem inneren Kind oder in der Fachsprache „abgespaltene Persönlichkeitsanteile“. Meiner Meinung nach, beruhen die meisten psychischen Leiden auf Abwehrprozessen.

Öffne dein Herz für alles in Dir und heile Dich selbst. Ich wünsche Dir viele liebevolle und lehrreiche Begegnungen mit deinem inneren Kind.