Meine besten Tipps für den Umgang mit Angst

Heute möchte ich euch meine hilfreichsten Strategien im Umgang mit der Angst verraten. Diese sind vor allem für unterwegs nützlich.

Haltung

Sobald ich merke, wie die Angst in mir hochsteigt, nehme ich eine mutige und selbstsichere Körperhaltung ein. Wenn wir unsere Haltung ändern, dann ändern wir auch direkt unser emotionales Befinden. Sogar unser Denken können wir damit beeinflussen. Ich richte mich auf, halte den Kopf gerade und öffne mich im Brustbereich.

Die Angst lebt von der Enge und wenn ich mich öffne, entziehe ich der Angst ihren Aufwind. Probiert es aus, eine selbstsichere und offene Körperhaltung wirkt sofort.

Zulassen

Die Angst alleine ist ein ganz natürliches Gefühl, wie auch die Freude, die Liebe etc. Also mache ich mir bewusst, dass dieses Gefühl ein Teil von mir ist und nichts Böses will. Solange ich es annehme und mich nicht dagegen wehre, kann die Energie fliessen und es kann keine Panik entstehen. Es macht überhaupt keinen Sinn gegen sich selber zu kämpfen, denn diesen Kampf kann man nicht gewinnen.

Bis ich die Angst wirklich annehmen konnte, war es ein langer Prozess. Und auch heute noch, fällt es mir nicht immer leicht. Erschwerend dazu kommt noch, dass wir reflexartig mit Flucht auf die Angst reagieren, was uns jedoch zu früheren Zeiten das Leben gerettet hätte.

Hilfreich ist auch, sich vorzustellen, dass wirklich nichts Schlimmes passieren kann und es immer wieder vorübergeht. Die Angst ist nur eine Illusion, aus einem Konstrukt, das unser Verstand uns vorgaukelt. Wie mehr wir die Angst bewusst erleben und beobachten, umso schneller wird uns das bewusst.

Gedanken beobachten 

Gedanken, wie: ich werde es nie schaffen, bitte nicht schon wieder, ich kann es nicht aushalten etc., sind der Nährboden der Angst. Ich glaube jeder Mensch hat zeitweise solche oder ähnliche Gedanken. Nur haben die sensibleren Menschen zudem eine feinere Körperwahrnehmung und interpretieren schon kleine Veränderungen als Gefahr. Durch jahrelange Konditionierung genügt dann ein einzelner Gedanke, um eine Panikattacke auszulösen. Gedanken →Körperempfindungen→Gefühl/Emotionen

Heute bemerke ich, sobald ich meine Komfortzone verlasse, immer noch, wie sich mein Bauch zusammenzieht und ich unruhig werde, aber ich sage mir dann einfach, „Sarah, du bist nervös, und das ist normal. Jeder Mensch empfindet in gewissen Situationen so!“

Damit ich mich nicht mit meinen Gedanken identifiziere, beobachte ich diese. So bleibe ich bewusst und handlungsfähig. Ich weiss, die Angst ist nur ein kleiner Teil von mir und ich fühle die Angst, aber bin nicht die Angst.

Und ganz wichtig: ich glaube nicht mehr alles, was ich denke!!!

Ich bin für alles offen

An manchen Tagen bin ich einfach nicht in meiner Mitte und habe trotzdem Termine, die ich nicht verschieben möchte. Da kann es vorkommen, dass ich schon Zuhause Angst vor der Angst habe.

Mein Kampfspruch, der mir immer geholfen hat:

Ich bin kein Opfer, ich bestimme selber über mein Leben und übernehme die Verantwortung. Ich bin frei und schränke mich nicht selber ein. Also gehe ich nun zu ……und wenn ich schlimmstenfalls ohnmächtig werden sollte (was aus diesem Grund noch nie passiert ist), gönne ich mir diese Ruhepause;-) Es ist mir vollkommen egal, was dann die anderen Menschen von mir denken, denn ich liebe mich genau so wie ich bin. Und wenn es nicht klappen sollte, werde ich am Tag darauf, genau das Gleiche nochmals machen.

Bis heute, musste ich nur einmal etwas wiederholen und auch das ist vollkommen in Ordnung. Wir sind keine Maschinen und dürfen auch mal „nicht funktionieren“. Aber meine Freiheit, werde ich mir durch die Angst nie mehr nehmen lassen!

Seit ich meinen Blog schreibe, bin ich mit vielen Menschen in Kontakt gekommen, die unter Ängsten leiden. Wenn wir mehr Mut hätten, mit allen Konsequenzen zu unseren Gefühlen zu stehen, würden wir nicht mehr darunter leiden. Ich bin froh, dass sich immer mehr Menschen öffnen und sich nicht mehr in unserem Leistungssystem unterordnen lassen, bis sie wirklich krank werden.

Wir sind alle Menschen und alle Gefühle gehören zu uns, jederzeit und überall!

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